Wettbewerbsbeitrag Kennwort "TRIDACNA"

Verfasser:
Meletta Strebel Architekten, Zürich

Mitarbeit:
Nilufar Kahnemouyi, Thomas Leder
Benjamin Zundel (Praktikant)

Projektbeitrag als PDF (0.7MB)


Jurytext:
Das Projekt verfolgt eine Strategie eines eher pragmatischen Umgangs mit der Aufgabe. Die Verteilung der Nutzungen und die Disposition der Räume auf den verschiedenen Ebenen und in den Gebäuden lassen keine klare Haltung, gegenüber den öffentlichen und den privaten, den Büros des Heimatschutzes im 1. Obergeschoss und den vermietbaren Räumen im 2. Obergeschoss erahnen. Das Kernstück der Villa, das zentrale Vestibul, ist als Erlebniswelt für den Besucher aus Immissionsgründen nur bedingt begehbar. Die rigide Struktur der Villa, getrennt in Süd - Haupträume und Nord - Nebenräume wird durch den Einbau der Nasszellen stark verunklärt. Die Räume im Gartengeschoss werden zu schlecht nutzbaren Zimmern degradiert. Der zwar schön gelegenen Cafeteria im Gartengeschoss fehlt das nötige Office.
Aehnlich verhält sich die Situation im Kutscherhaus. Zwei verschiedene Nutzungen, wie Werkstätten und vermietbare Räume, beinträchtigen einander. Das repräsentative Eingangsgeschoss wird, als fliessender Raum,  betont transparent gehalten. Die Enfiladen längs und quer durchs Haus bleiben begehbar, die Transparenz zum Garten ist gewährleistet. Das Konzept des neuen Mobiliars, aus dunklem Naturholz gefertigt, bleibt abstrakt und einfach; auf schwere Unterbauten wird verzichtet. Das Raumkontinuum des Eingangsgeschosses bleibt erhalten. Die Wahl des Ausstellungsmobilliars ist zurückhaltend klassisch und respektiert die Räume in ihrer ganzen Pracht.
Die Verfasser beschreiben eine Menge von ungelösten Faktoren, werfen Fragen auf und setzen verschiedene Szenarien, halten sich aber bedauerlicherweise hinsichtlich klaren Entwurfs - Strategien bedeckt.
Die vorgetragene Haltung des langsamen Herantastens und mit Respekt und Verantwortung situativ die Beurteilung vorzunehmen, ist durchaus eine ehrenvolle Haltung. Der gestellten Frage über den Umgang mit der denkmalpflegerischen Substanz der Villa und den funktionalen Aspekten des Vorhabens wurde jedoch

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